29.06.2007 / Feminismus / Seite 15

Die Revolutionärin

Zum Tod der kubanischen Politikerin und »inoffiziellen First Lady« Vilma Espín, die auch eine Vorkämpferin für die Rechte der Frauen und der Homosexuellen war

Harald Neuber
In den Morgenstunden des 26. Juli 1953 wurde Vilma Espín Guillois von Schüssen aufgeschreckt. Der Lärm, der bis zu dem Wohnhaus in der San-Jerónimo-Straße im Zentrum von Santiago de Cuba vordrang, konnte nur eines bedeuten: »Sie greifen die Moncada an«, rief die junge Frau ihrem Vater zu. Sie sollte Recht behalten. Kurz zuvor hatten an diesem Sommermorgen knapp 140 Rebellen unter dem Kommando der Brüder Fidel und Raúl Castro die zweitgrößte Truppenunterkunft Kubas angegriffen: die Moncada-Kaserne.

Gut ein Jahr nach dem Putsch des Militärs Fulgencio Batista am 10.März 1952 waren es nicht mehr nur Studenten, die sich gegen die Junta auflehnten. Die Rebellengruppe unter Führung des jungen Advokaten Fidel Castro erlitt 1953 zwar noch eine Niederlage. Doch keine sechs Jahre später floh Batista Hals über Kopf. Am 2. Januar 1959 rückten die Rebellen der »Bewegung 26. Juli« in Havanna und andere große Städte Kubas ein. Vilma Espín war unter ihnen.

Frau aus gutem H...



Artikel-Länge: 4263 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe