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11.02.1999 / Ausland / Seite 0

Korruption gehört in Swasiland zum Alltag

Rücktritt des NOK-Präsidenten wirft nur ein Schlaglicht auf die Verhältnisse in der »Zwerg«-Monarchie

Unter den in den olympischen Korruptionsskandal verstrickten IOC-Mitgliedern befindet sich David Sibandze aus Swasiland. Ende Januar warf er das Handtuch und trat auch als Präsident des Nationalen Olympischen Komitees des kleinen südafrikanischen Staates zurück. Bemerkenswerte Erschütterungen löste diese Entscheidung in Swasiland nicht aus. Bestechung, auf welcher Ebene auch immer, hakt man hier eher als Kavaliersdelikt ab.

Der von einer absoluten Monarchie dominierte »Zwerg«- Staat - mit 17364 Quadratkilometern Fläche gehört Swasiland zu den Winzlingen des afrikanischen Kontinents - beging im Herbst vorigen Jahres den 30. Jahrestag der Unabhängigkeit. Auch wenn König Mswati III. seine Herrschaft als »demokratisch« versteht, was im Vergleich mit anderen afrikanischen Despoten so abwegig gar nicht sein mag, vertritt die einheimische Opposition doch eine ganz andere Meinung. Sie fordert u. a. die Wiederzulassung politischer Parteien.

In der Hauptstadt Mbabane...

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