23.06.2007 / Thema / Seite 10

Wachstum über alles

Kapital tötet Raum und Zeit: Globalisierung, Transportinflation und Privatisierungen (Teil I)

Winfried Wolf
Nach Heinrich Heine beginnt mit den »Eisenbahnen ein neuer Abschnitt in der Weltgeschichte. (...) Durch die Eisenbahnen wird der Raum getötet, und es bleibt uns nur noch die Zeit übrig (...) Mir ist, als kämen die Berge und Wälder aller Länder auf Paris angerückt. Ich rieche schon den Duft der deutschen Linden; vor meiner Tür brandet die Nordsee.«

Dieses Zitat wurde vielfach angeführt, immer wie hier wiedergegeben, allerdings ohne die Auslassungszeichen und damit unzulässig verkürzt. Im Original heißt es wie folgt: »Durch die Eisenbahnen wird der Raum getötet, und es bleibt uns nur noch die Zeit übrig. Hätten wir nur Geld genug, um auch die letztere anständig zu töten!«1

Mit der Globalisierung ist es soweit. Es ist »ausreichend Geld«, es ist genügend gewalttätiges Kapital vorhanden, um Raum und Zeit »anständig zu töten«. Meine Thesen lauten: Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem »modernen Kapitalismus«, der auch als »Neoliberalismus« und »Globa...



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