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07.06.2007 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Spanische Krankheit

Der Euro spaltet Westeuropa. Während BRD und Niederlande boomen, fehlt Staaten mit hohem Leistungsbilanzdefizit das Korrektiv der Währungsabwertung

Jürgen Bogs
Frankreichs Staatspräsident ist kaum im Amt, da schlagen die Medien Alarm: Nicolas Sarkozy gefährde die Stabilität des Euroraumes, heißt es. Die nachfrageorientierte Wirtschafts- und Finanzpolitik des neuen Mannes im Elyseepalast sei nicht zeitgemäß, seine Steuersenkungspläne erhöhten die ohnehin immense Staasverschuldung, die derzeit bei fast 65 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsproduktes liege. Dadurch scheinen »Etatkonflikte zwischen Frankreich und der EU-Kommission« programmiert, befürchtet beispielsweise das Handelsblatt.

Zweifellos provoziert Sarkozys Politikansatz. Ob Frankreich damit die westeuropäische Einheitswährung gefährdet, ist allerdings fraglich. Deren Sollbruchstelle scheint anderswo zu liegen. Während manche Volkswirtschaften mit dem Euro hervorragend zurechtkommen, beschert er anderen erhebliche Probleme. Zum Beispiel Spanien: Die Reserven der spanischen Zentralbank (Banco de España) in ausländischen Währungen und Gold sind auf einen T...

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