06.06.2007 / Ausland / Seite 7

Irak verstrahlt

Studie: Zunehmende Zahl von Krebsfällen und -toten als Folge des Krieges. Frauen und Kinder besonders betroffen

Karin Leukefeld
Im Irak sind im Mai 1951 Zivilisten gewaltsam getötet worden. Das geht aus Zahlen der irakischen Verteidigungs-, Innen- und Gesundheitsministerien hervor, die die Nachrichtenagentur AFP jetzt veröffentlichte. Danach starben im Mai ein Drittel mehr Iraker als im Vormonat April und fast so viele wie im März. Die Internetseite von »Iraq Body Count« gibt die Zahl der zivilen Opfer seit Beginn der US-Invasion 2003 aktuell mit 70934 an.

Die Medizinische Hochschule von Basra kommt in einer Studie mit dem Titel »Der Anstieg von Krebsfällen als Folge von Kriegsschrott« zu dem Ergebnis, daß mindestens 45 Prozent aller Todesfälle in den südlichen Provinzen auf Krebs zurückzuführen seien. Südirak war »in den letzten 20 Jahren besonders stark von Kriegen betroffen«, so Imad Hassan, der an der Studie mitgearbeitet hat. Seit dem Irak-Iran-Krieg (1980–88) war Süd­irak immer wieder Schauplatz von Kriegen, in denen chemische Kampfstoffe und, von den US- und britischen Trup...

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