25.05.2007 / Inland / Seite 2

»Afrika hat die Schulden längst bezahlt«

Auch Aktivisten aus Kenia werden in Heiligendamm gegen den G-8-Gipfel protestieren. Ein Gespräch mit Wangui Mbatia

Ann Friday
Wangui Mbatia ist Akti­vistin des People’s Parliament von Nairobi, Kenia

Sie werden sich als Aktivistin des People’s Parliament aus Nairobi an den Protesten gegen den G-8-Gipfel in Heiligendamm beteiligen. Können Sie kurz etwas zum People’s Parliament sagen?

Ja, wir sind ein Parlament von unten, eine soziale Bewegung, die sich seit 1992 täglich in einem Park von Nairobi trifft. Wir diskutieren dort soziale und ökonomische Forderungen sowie Fragen des Bildungs- und Gesundheitswesens. Es gibt weitere Parlamente von unten in ganz Kenia, mit insgesamt etwa 7000 bis 10000 Beteiligten. Die Bewegung hat schon mehrere Kampagnen angestoßen, beispielsweise gegen die Erhöhung der Maismehlpreise oder gegen einen Vertrag aus der Kolonialzeit, der den Wasserzugang zum Viktoriasee einschränkt.

Sie selbst arbeiten als Anwältin. Womit befassen sie sich?

Ich arbeite hauptsächlich zu Bürgerrechten. Seit 2001 versucht die Regierung jährlich, die Antiterrorgesetzgebung ...

Artikel-Länge: 4369 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe