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23.05.2007 / Ansichten / Seite 2

»ISAF-Einheiten sind längst eine Kampftruppe«

Afghanistan: Bundeswehrsoldaten sind keine Entwicklungshelfer, sondern im Kriegseinsatz. Ein Gespräch mit Tobias Pflüger

* Tobias Pflüger ist Mitglied der Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL) im Europaparlament in Strasbourg

Markiert der Tod dreier deutscher Soldaten durch ein Selbstmord­attentat in Kundus vielleicht den Anfang vom Ende des deutschen Einsatzes in Afghanistan?

Das hoffe ich sehr. Ich gehe davon aus, daß immer mehr Menschen deutlich wird, daß die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan nicht als zivile Entwicklungshelfer agieren, sondern voll involviert sind in den Krieg. Die ISAF-Einheiten (»Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan«, jW) haben sich längst von einer sogenannten Stabilisierungs- zu einer Kampftruppe entwickelt. Mit dem Einsatz von »Tornado«-Jets ist Deutschland jetzt auch unmittelbar als Kriegshelfer aktiv.

Gleichwohl beharren die Verantwortlichen darauf, daß die NATO-»Schutztruppe« mit der US-geführten Operation Enduring Freedom (OEF) nichts zu tun hätte.

Für mich ist diese – im übrige...

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