21.05.2007 / Feuilleton / Seite 13

»Wir waren wie eine Rakete«

Wissen, wann es Zeit ist zu gehen: Linksruck löst sich als Zeitung und Organisation in die Linkspartei auf. Ein Gespräch mit dem ehemaligen Funktionär Flori Kirner

Weil sich am 16. Juni die neue Partei Die Linke gründet, soll es Linksruck als eigenständige Organisation nicht mehr geben. Statt dessen möchte man dort die Strömung »Sozialistische Linke« stark machen. Sind Sie als ehemaliges Gründungsmitglied von Linksruck darüber traurig?

Eher erleichtert. Der Höhepunkt der Organisation war schon Ende der 90er überschritten. Damals hatte Linksruck 1200 Mitglieder, verfügte über eine äußerst effektive Propagandamaschine, einen eigenen Verlag, eine Zentrale mit bis zu zehn Hauptamtlichen und eine aktive Basis in der linken Jugend. Das ist lange vorbei. Was in den letzten Jahren unter dem alten Namen das Projekt weiterbetrieben hat, war nur noch ein abgebliebener Rest. Das war traurig.

Wie schätzen Sie das Projekt Linksruck im Rückblick ein?

Als Pedram Shahyar, ich und einige andere Anfang der 90er, noch als Schüler, in die linksradikale Szene eingestiegen sind, gab es dort fast nur zynische Frusthaufen. Die einzigen, die...

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