03.05.2007 / Thema / Seite 10

Traditionen links wenden

Antonio Gramscis Parteitheorie. Organisation eines sozialistischen Internationalismus unter nationalen Bedingungen (Teil II und Schluß)

Hans Heinz Holz
Gramscis strategische Konzeption, die Hegemonie der Arbeiterklasse als »cultura nazionale-popolare« bereits in der bürgerlichen Gesellschaft zu erringen, rückte die »nationale Frage« ins Zentrum der geschichts- und kulturphilosophischen Aspekte des politischen Kampfes. Eine kommunistische Partei muß also die Kultur ihres Landes in sich aufnehmen, um die Arbeiterklasse vom sozialistischen und damit internationalistischen Ziel zu überzeugen.

Der Weg zur revolutionären Ablösung der Bourgeoisie durch das Proletariat führt über die Gewinnung der breiten Massen, das heißt auch jener Bevölkerungsschichten, deren politische Orientierung noch durch die ethischen und kulturellen Normen des bürgerlichen Staates bestimmt wird. Die kommunistische Partei wird, so Gramsci, ihre revolutionäre Aufgabe im Bündnis mit diesen Schichten zu erfüllen haben – und das im Italien vor dem Zweiten Weltkrieg im Bündnis mit jenen kleinbürgerlichen Schichten (insbesondere im Norden), di...

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