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14.04.2007 / Inland / Seite 4

Geiz ruiniert Großbauern

Billiglohnland BRD nicht mehr attraktiv für osteuropäische Saisonarbeiter. Zahl der ausländischen Erntehelfer auf niedrigstem Stand seit fünf Jahren

Jörn Boewe
Vier bis sechs Euro die Stunde fürs Spargelstechen auf Niedersachsens und Brandenburgs Äckern – deutlich weniger polnische Saisonarbeiter als im vergangenen Jahr wollen sich dafür noch krummachen. Damit hatten Deutschlands Großagrarier wohl nicht gerechnet. Bis kurz vor Erntegbeginn galten ihnen allein die faulen, Rückenschmerzen vorschützenden oder sonstwie dienstuntauglichen zwangsverpflichteten deutschen Langzeitsarbeitslosen als Problem. Nur 80 Prozent ihrer Erntekolonnen dürfen sie mit Ausländern besetzen, mindestens 90 müßten es sein, verlangen die Bauern.

Doch die Forderung geht mittlerweile ins Leere: Nicht die »Einheimischenquote« hält die Osteuropäer vom Stechen deutschen Spargels ab – das Problem sind die deutschen Billiglöhne. »Polnische Arbeitskräfte gehen mittlerweile lieber nach Irland, Großbritannien und in die skandinavischen Länder«, so Sabine Graf von der IG Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) am Freitag gegenüber jW, da dort die Verdienstmögl...

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