10.04.2007 / Titel / Seite 1

Besatzer müssen raus

Rüdiger Göbel
Es war eine Friedensdemonstration der besonderen Art: Unter den rot-weiß-schwarzen Fahnen ihres Landes forderten am Montag Hunderttausende Iraker den sofortigen Abzug der US-geführten Besatzungstruppen. Sie folgten einem Aufruf des schiitischen Geistlichen Muqtada Al Sadr, der am vierten Jahrestag des Sturzes Saddam Husseins zum Massenprotest in die Pilgerstädte Nadschaf und Kufa rief. An dem von Schiiten dominierten Antikriegsmarsch für einen freien Irak nahmen auch zahlreiche sunnitische Geistliche teil. In Washington bewilligte nahezu zeitgleich der von Demokraten beherrschte Senat weitere Kriegsmilliarden für US-Präsident George W. Bush.

»Ja zum Irak«, »Nein, nein, nein zu Amerika!« riefen Agenturberichten zufolge die Kundgebungsteilnehmer. »Wir werden sterben, aber wir geben nicht auf.« Alle einigende Forderung war, die Besatzer müssen raus. Die Demonstranten schwenkten unzählige irakische Flaggen, »aber keine Poster von Politikern oder Geistlichen, w...

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