28.03.2007 / Ausland / Seite 6

Schüler der Terrorakademie

In Berlin findet Ende April eine Anti-Kuba-Konferenz statt. Einer der Hauptteilnehmer, Carlos Alberto Montaner, hat seine CIA-Vergangenheit »vergessen«

Von Jean-Guy Allard, Havanna
Carlos Alberto Montaner, der Anti-Castro-Ideologe der Mafia von Miami, wird einer der Hauptteilnehmer auf der Konferenz zu Kuba sein, die die regierungsnahe Konrad-Adenauer-Stiftung vom 24. bis 26. April in Berlin veranstaltet. 1960 entkam Montaner einem kubanischen Gefängnis, wo er als Anführer einer terroristischen Gruppe inhaftiert war. Der in Madrid wohnende Montaner wurde von der CIA fortwährend als »brillanter Intellektueller« für ihre Kampagnen gegen die Kubanische Revolution genutzt. Der über Sechzigjährige, der einst in Warenhäusern und Theatern von Havanna Bomben legte, führt jetzt mit der Unterstützung seiner Geheimdienstfreunde ein profitables Propagandageschäft.

Rückblick: Am Samstag mittag, dem 24. Dezember 1960, wenige Stunden vor Beginn der Weihnachtsfeiern war das beliebte Kaufhaus Flogar, Ecke Galiano- und San Rafael-Straße in Havanna voller Kunden. Juan René Maragosa, 13 Jahre alt, verließ gerade mit seiner Mutter und seiner Schwester Ma...

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