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16.03.2007 / Feminismus / Seite 15

Verwerflich und nützlich

Statistik: Weniger Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2006. Konservative Presse sieht Frauen nicht in existentieller Not und kann der Straffreiheit doch Positives abgewinnen

Jana Frielinghaus
Die Tageszeitung Die Welt ist immer wieder für Überraschungen gut. Am Donnerstag kommentierte sie die am Vortag veröffentlichte Statistik zu den Schwangerschaftsabbrüchen in der Bundesrepublik. Deren Zahl ist im vergangenen Jahr weiter gesunken, was Kommentator Matthias Kamann »beruhigend« findet. Deshalb kann er sich auch endlich mit der Straffreiheit für Abtreibungen abfinden, wenngleich er den Frauen, die sich für den Eingriff entscheiden, nach wie vor eine existentielle Notlage abspricht. Als Beweis wertet der Autor das Alter der Mehrheit der Betroffenen: Es seien schließlich nur wenige Teenager und kaum Frauen über 40 darunter. Dies bedeute, »daß das Gros der Abbrüche bei Frauen im besten Gebäralter vorgenommen wird, bei denen man von existentiellen Notlagen eher selten sprechen kann«. Somit sei eine Abtreibung »in der Regel kein Zwangshandeln unter katastrophalen objektiven Umständen, sondern entspringt dem rein subjektiven Wunsch, ein Kind eben nic...

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