19.02.2007 / Inland / Seite 4

Einmütige Ablehnung

Treffen der ver.di-Linken: Keine Unterstützung für Programmentwurf des Bundesvorstands. Eckpunkte für Alternativtext verabschiedet

Daniel Behruzi, Dortmund
In Herbst steht der zweite Bundeskongreß in der kurzen Geschichte der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ins Haus. Die Delegierten sollen dann unter anderem über ein Grundsatzprogramm für die aus den Gewerkschaften ÖTV, HBV, DAG, DPG und IG Medien hervorgegangene Großorganisation entscheiden. Der vom Bundesvorstand bereits vorgelegte Entwurf war denn auch Schwerpunkt auf dem Bundestreffen der ver.di-Linken, das am Wochenende in Dortmund stattfand.

Das Vorstandspapier sei »im Grunde genommen nichts anderes als eine Anleitung zur Mitgestaltung im neoliberalen Kapitalismus«, sagte der ehemalige Vorsitzende der IG Medien in Nordrhein-Westfalen (NRW), Franz Kersjes, vor den rund 50 Teilnehmern. Die überwiegend ebenfalls aus NRW stammenden Aktivisten sahen das genauso. »Der Entwurf ist eine Katastrophe und darf so auf keinen Fall verabschiedet werden«, meinte die Münsteraner Bezirksvorsitzende, Nicola Seggewies. Und Christian Koberg aus Kiel monierte...

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