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17.02.2007 / Ausland / Seite 7

Schwere Jungs in Uniform

US-Army rekrutiert immer mehr Betrüger, Diebe, Schläger für ihre Kriege. Aggressive Fernsehwerbung für Rekrutierung: »Niemand ist stärker als der US-Soldat«

Gloria Fernandez
Im Gegensatz noch zum Vietnam-Krieg, zu dessen Höhepunkt Ende der 1960er Jahre über 500000 US-Soldaten auch gegen ihren Willen am Mekong stationiert waren, besteht Wa­shingtons Armee heute aus Freiwilligen. Wer nicht gehen will, muß auch nicht. Allerdings sind Jobs knapp und manches Mal diktieren Perspektivlosigkeit und ökonomische Misere die Entscheidung, in den Krieg zu ziehen und also auch zu killen. Dafür wird das Millionenheer gedrillt, und anders als in Vietnam, wo es infolge der bestialischen Kriegführung der USA sowie der moralischen Überlegenheit des Gegners zu massenhaften Kriegsdienstverweigerungen und Desertionen kam, prägen nicht etwa Resignation und Zweifel das Denken der in Irak und Afghanistan eingesetzten Soldaten. »It’s my job«, lautet nach wie vor eine stumpfsinnige Standardantwort auf die Frage an den gemeinen GI zum Sinn seiner Anwesenheit ebendort.

Inzwischen verschlingt die monsterhafte US-Kriegsmaschinerie jährlich weit über 400 Mi...

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