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16.02.2007 / Feuilleton / Seite 12

Ins Stammbuch geschrieben

Solidarisch, gerade als das nicht mehr schicklich war: ein Nachruf auf den linken Theoretiker und Praktiker Ernst Fürntratt-Kloep

Jürgen Harrer
Unvorbereitet trifft uns die Nachricht, daß Ernst Fürntratt-Kloep nicht mehr lebt. Gestorben ist er am 11. Februar, vier Wochen vor seinem 69. Geburtstag, in seiner schwedischen Wahlheimat. Dort hat er gerne gelebt, wenn er nicht gerade unterwegs war in Lateinamerika, vorzugsweise in Kuba, später in Venezuela, zuletzt oft in Mexiko.

Für Schweden hat sich Ernst Fürntratt-Kloep nach seiner vorzeitigen Emeritierung als Psychologieprofessor an der RWTH Aachen ganz bewußt entschieden. Er hat sich dort wohlgefühlt, nicht zuletzt, weil er im schwedischen Sozialstaat bei all seinen Mängeln und Unzulänglichkeiten angesichts der menschenfeindlichen Bedingungen in den kapitalistischen Metropolen eine Errungenschaft sah.

Fürntratt-Kloep war Internationalist durch und durch, ein in Österreich aufgewachsener, zeitweilig in der BRD lehrender, in Schweden lebender, seit Jahren in Lateinamerika forschender Wissenschaftler. Seine Hoffnung galt dabei vorrangig den zukunftsw...



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