15.02.2007 / Inland / Seite 4

Stadträte gegen Gutscheine

Nach Oldenburg fordert jetzt auch das Kommunalparlament von Göttingen, daß Asylbewerber wieder Bargeld erhalten

Reimar Paul
In Niedersachsen wächst der Widerstand gegen die landesweite Praxis, Asylbewerbern Gutscheine statt Bargeld für den Lebensunterhalt zu geben. Nachdem schon der Stadtrat von Oldenburg einstimmig einen entsprechenden Beschluß gefaßt hatte, hat sich jetzt auch der Göttinger Rat für die Abschaffung der Wertbons ausgesprochen. In einer am Dienstag abend bekanntgemachten Entschließung sprechen sich SPD, Grüne, FDP und Göttinger Linke gegen diese »für die Betroffenen diskriminierende und bevormundende Praxis« aus. Die CDU möchte die bestehende Regelung beibehalten.

Das damals von der SPD regierte Land Niedersachsen hatte vor acht Jahren alle Kommunen und Landkreise angewiesen, Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge bis auf ein Taschengeld nur durch Gutscheine und Sachleistungen zu unterstützen. Die Leistungen für diese Menschen sind ohnehin stark reduziert, sie erhalten rund 30 P...

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