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02.02.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Die Aldisierung der Krankenkassen

Durch den Gesundheitsfonds wird der Wettbewerb um das niedrigste (und billigste) Leistungsangebot angeheizt

Jan Eisner
Bei der vorhergehenden »Gesundheitsreform« unter war die Sache einfach: Die Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal wurde eingeführt, das Sterbegeld wurde gestrichen, Brillen mußten fortan von den Patienten alleine bezahlt werden. Die Ablehnung war groß, der Protest ebenfalls.

Diesmal sieht die Sache anders aus: Nach einer Forsa-Umfrage verfolgen zwar 38 Prozent der Bundesbürger die Berichterstattung über die geplanten Gesetzänderungen, 80 Prozent wissen aber nicht genau zu sagen, worum es geht. Kein Wunder: Im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen diesmal nicht offenkundige Streichungen, sondern die Aktionen der Lobbyverbände und der übliche, dem bundesdeutschen Föderalismus geschuldete Hickhack. Der eigentliche Knackpunkt, der Gesundheitsfonds, erscheint auf den ersten Blick ebenso abstrakt wie das gesamte Vorhaben – und wird seine problematischen Wirkungen größtenteils erst in einiger Zeit entfalten.

Für den Fonds werden die Beiträge der gesetzlichen K...



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