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29.01.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Selbstbestimmung, sonst Blutvergießen

Konditionierte Unabhängigkeit für das Kosovo? Die ehemaligen UCK-Terroristen wollen sich damit nicht begnügen

Jürgen Elsässer

Die Vorschläge des UN-Chefunterhändlers Martti Ahtisaari vom vergangenen Freitag, dem Kosovo lediglich eine konditionierte Unabhängigkeit zuzugestehen, stießen auf scharfen Protest der ehemaligen Kämpfer der Untergrundbewegung UCK. Die früheren Terroristen dominieren heute die bestimmenden politischen Kräfte im Kosovo, nämlich die Demokratische Partei (PDK) und die Allianz für die Zukunft (AAK). Diese stellen seit Kriegsende 1999 in wechselnden Kombinationen mit der Demokratischen Liga (LDK) des verstorbenen Ibrahim Rugova die Provinzregierung in Pristina.

Nicht nur die Serben, sondern auch die Besatzungstruppen KFOR fürchten, daß die nur formal aufgelöste UCK nun wieder aktiv wird. Wie berechtigt die Besorgnis ist, zeigte die letzte koordinierte Pogromwelle am 17./18. März 2004, die von den genannten Parteien orchestriert wurde. In einem auswertenden Bericht des Belgrader Verteidigungsministeriums heißt es: »Personen aus der kosovo-albanischen Führung i...

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