25.01.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wir kämpfen für die Macht des Volkes«

Ende November wurde die Selbstverwaltung von Oaxaca in Südmexiko blutig beendet. Doch der Widerstand geht weiter. Ein Gespräch mit Florentino López

Luz Kerkeling, Oaxaca-Stadt
* Florentino López ist Sprecher der »Volksversammlung der Völker von Oaxaca« (APPO)

Ihr Bündnis, die »Volksversammlung der Völker von Oaxaca« (APPO), fordert seit über einem halben Jahr den Rücktritt von Gouverneur Ulises Ruiz. Ende November wurde die Besetzung der Stadtverwaltung blutig beendet. Wie machen Sie nun weiter?

Im Moment müssen wir unsere Kräfte ordnen, um für eine neue Etappe des politischen Kampfes vorbereitet zu sein. Wir hatten über Monate hinweg die Kontrolle über die öffentlichen Räume und Medien in Oaxaca. Doch der Staat hat sich dafür entschieden, diese Bewegung am 25. November 2006 anzugreifen. Seither leben wir de facto im Ausnahmezustand. Wir müssen zum Teil im Untergrund arbeiten, weil Genossinnen und Genossen verfolgt werden. Doch wir kämpfen mit zivilen Mitteln weiter dafür, daß das Volk die Macht ausübt. Wir sammeln unsere Kräfte und erobern den öffentlichen Raum nach und nach zurück.

Die APPO besteht aus zahlreichen Gruppen u...


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