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22.01.2007 / Thema / Seite 10

Ein deutscher Neocon

Der Journalist Richard Herzinger, Politikredakteur der Welt am Sonntag, kann für die Popularisierung des gegenwärtigen Herrschaftsdenkens eine Vorreiterrolle beanspruchen

Thomas Wagner
Neoliberaler Sozialabbau und Kriege um die Kontrolle der Rohstoffreserven dieser Welt erfreuen sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts bei der Mehrheit der deutschen Bevölkerung keiner besonderen Beliebtheit. Mehr denn je benötigen die Herrschenden daher intelligente und charismatische Köpfe, die ihre Politik rechtfertigen und auf diese Weise für ihre Expansionsstrategien die nötige Zustimmung beschaffen oder zumindest deren stillschweigende Duldung durch die Wahlbevölkerung erreichen. Diese Intellektuellen im Dienste der Macht konkurrieren als Talkshowgäste, Radiokommentatoren und Autoren von Artikeln und auflagenstarken Büchern massenwirksam um die schlagkräftigsten ideologischen Formeln, mit denen die immer weitergehende Ausdehnung imperialistischer Herrschaft als notwendiger Kampf der westlichen Zivilisation gegen die Bedrohung durch imaginierte neue Barbaren gerechtfertigt werden kann.

Die Kopflanger der Herrschaft gehen dabei arbeitsteilig vor. Währen...

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