Der Schwarze Kanal
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13.01.2007 / Ausland / Seite 2

»Ich wurde dort wie ein Tier behandelt«

Ehemaliger Guantánamo-Häftling aus Großbritannien berichtete auf Kuba über die Verhältnisse im US-Gefangenenlager. Ein Gespräch mit Asif Iqbal

Deisy Francis Mexidor, Havanna
Asif Iqbal war in dem illegalen US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba inhaftiert. Der britische Staatsbürger kam im April 2004 gemeinsam mit vier weiteren Gefangenen auf internationalen Druck frei. An diesem Wochenende nimmt er an einer Konferenz in Kuba teil, auf der die sofortige Schließung des Lagers gefordert wird

Wie sind Sie nach Guantánamo gekommen?

Im November 2001 bin ich mit zwei Freunden, Ruhal Ahmed und Shafik Rasul, aus Großbritannien nach Pakistan gefahren, um meine Eltern zu besuchen. Da war ich 20 Jahre alt und hatte vor, dort zu heiraten. In den Augen der US-Besatzer waren wir offenbar »feindliche Kämpfer«. Ich wurde mitten auf der Straße verhaftet. Ohne Grund. Nur, weil ich Moslem bin. Sie brachten mich in ein Gefängnis in der Provinz Kandahar in Afghanistan. Dort blieb ich, bis eines Tages US-Militärs kamen und fragten, wer von uns englisch sprach und wer Araber sei.

Sie wurden nach Guantánamo verschleppt, weil Sie englisch sprachen...


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