Der Schwarze Kanal
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13.01.2007 / Inland / Seite 4

Tarifbindung schwindet

Müntefering-Papier: Lohndumping flächendeckend auf dem Vormarsch. Hamburger ver.di-Hotline gegen Billiglöhne läuft heiß

Jörn Boewe
Aktuellen Erhebungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zufolge sind in Westdeutschland im Jahr 2005 noch 59 Prozent, in Ostdeutschland 42 Prozent der Arbeitnehmer in Betrieben mit Verbandstarifverträgen beschäftigt gewesen. Das berichten die Dortmunder Ruhr Nachrichten am Freitag. Im Vergleich zu 1998 sei dies ein Rückgang von neun beziehungsweise 8,5 Prozentpunkten.

Insbesondere die Zahl der allgemeinverbindlichen Tarifverträge sei stark rückläufig, schreibt die Zeitung unter Berufung auf ein Arbeitspapier von Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD). Gab es 1995 noch 116 allgemeinverbindliche Tarifverträge, listet das Papier den Angaben zufolge aktuell nur noch 46 auf. Für allgemeinverbindlich können Tarifverträge vom Bundesarbeitsminister erklärt werden, wenn bestimmte Voraussetzungen, etwa ein öffentliches Interesse, vorliegen. Sie gelten dann auch für alle nicht tarifgebundenen Unternehmen und Beschäftigten der Branche.

Bundeswe...



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