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11.01.2007 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Keinen Cent zuviel

Volkswagen vernichtet in Belgien Jobs und zahlt kaum Steuern. Staatlich sanktionierte Sparmodelle und Verrechnungsrichtlinien helfen dabei

Gerold Schwarz
Volkswagen hat sich in Belgien nicht besonders beliebt gemacht. Der Konzern strich in seinem dortigen Werk Forest nicht nur massiv Arbeitsplätze, sondern zahlte auch kaum Steuern an den Brüsseler Fiskus: So hatte eine der belgischen VW-Töchter, die Volkswagen Group Services SCS, 2005 trotz eines bilanziell ausgewiesenen Gewinns von über 85 Millionen Euro, gerade einmal 91000 Euro an Ertragssteuern abgeführt. Das ergab eine Steuerbelastung von etwa 0,11 Prozent, ein Wert, der sogar den belgischen Senat auf den Plan rief. Nach Ansicht einiger Senatoren passe eine solch niedrige Steuerquote kaum mit der gleichzeitigen Entlassung Tausender VW-Mitarbeiter zusammen.

Hausgemacht

Doch die Senatsanhörung konnte nicht kaschieren, daß die lächerlich niedrige Besteuerung auch ein hausgemachtes Problem des belgischen Staates ist. Sie ist das Resultat der 1982 zur »Beschäftigungsförderung« eingeführten sogenannten Koordinationszentren (Centres de coordination). Innerh...

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