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06.01.2007 / Inland / Seite 5

Todesursache kein Thema

Zwei Jahre nachdem Oury Jalloh unter mysteriösen Umständen in einer Polizeiwache in Dessau starb, wird der Fall nun vor dem Landgericht verhandelt

Kathrin Hedtke
Bis heute ist ungeklärt, unter welchen Umständen der 21jährige Oury Jalloh am 7. Januar 2005 in einer Polizeizelle in Dessau verbrannt ist. Zwei Jahre hat es gedauert, bis der mysteriöse Fall nun endlich vor dem örtlichen Landgericht verhandelt wird. Für Ende März ist eine viertägige Hauptverhandlung gegen den Dienstgruppenleiter des Polizeireviers angesetzt. »Wir hoffen auf Aufklärung, Gerechtigkeit und Entschädigung«, erklärten die Aktivisten der »Initiative in Gedenken an Oury Jalloh« am Freitag auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Doch es ist fraglich, ob die wahre Todesursache des Asylbewerbers aus Sierra Leone in dem Prozeß ans Licht kommt – denn sie wird höchstens am Rande eine Rolle spielen.

Angeklagt ist der 46jähriger Polizeibeamte Andreas S. – wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Ihm wird vorgeworfen, den Feuermelder zweimal ausgeschaltet und sich mit großer Verzögerung zur Zelle begeben zu haben. »Die zentrale Frage sind bestimmte Zeitabläufe«...



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