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06.01.2007 / Kapital & Arbeit / Seite 9

BenQ ist überall

Bahngewerkschaftschef setzt weiter auf Privatisierung und hofft auf »guten« Investor. Bisherige Privatisierungsresultate lassen Eisenbahner Schlimmes befürchten

Hans-Gerd Öfinger
Die Führung der Eisenbahnergewerkschaft Transnet will bei der Wahl eines Großaktionärs für die Deutsche Bahn AG mitreden. Verhindert werden soll, daß ein »allein renditeorientierter Anleger« zum Zuge kommt. So forderte der Gewerkschaftsvorsitzende Norbert Hansen in einem Presseinterview, der Bund solle einen Geldgeber suchen, der sein Kapital »langfristig und sicher anlegen« will. Jenem ominösen Geldgeber solle die strategische Entwicklung des Unternehmens am Herzen liegen. Geeignet für diese Rolle seien etwa große Pensionsfonds oder Konzerne aus den Bereichen Transport, Logistik oder Dienstleistungen, und nicht »ein reiner Finanzinvestor, der pro Jahr 15 Prozent Rendite sehen will und kein Interesse an einer Weiterentwicklung der Bahn hat«, so Hansen.

Mit dieser Aussage bekräftigte der Gewerkschaftsführer seine Bereitschaft, weiter zusammen mit Bundesregierung und Bahnchef Hartmut Mehdorn den Weg der Privatisierung zu beschreiten, obwohl er dazu weder vo...

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