05.01.2007 / Feminismus / Seite 15

Prostitutionsgesetz nutzlos für Betroffene

Die Situation von Sexarbeiterinnen in Deutschland ist Gegenstand von zwei aktuellen Buchveröffentlichungen

Kathrin Hedtke
Dreißig Jahre lang arbeitete sie als Prostituierte. Dann wollte Frau Finken eigentlich aussteigen. Doch mit 57 Jahren hat sie auf dem Arbeitsmarkt keine Chance mehr. Ihr Arbeitslosengeld reicht nicht mal für Weihnachtsgeschenke. Deshalb verdient sie sich weiterhin durch Sexdienste etwas dazu. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen werden in der Publikation »Lebenssituation Prostitution« von Margit Brückner und Christa Oppenheimer beschrieben. Frau Finken ist eine von sieben Prostituierten, die den Sozialwissenschaftlerinnen ausführlich Rede und Antwort stehen. Mitunter stören Wertungen und Interpretationen der Autorinnen: Es scheint anmaßend, nach einstündigem Gespräch die Persönlichkeit des Gegenübers analysieren zu wollen. Dennoch ist viel Authentisches aus den Gesprächen zu erfahren. So berichtet Frau Finken von den Veränderungen im Gewerbe. Die Freier handelten die Preise immer mehr herunter und forderten immer perversere Praktiken – häufig ohne Kondom. ...

Artikel-Länge: 4489 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe