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22.12.2006 / Ausland / Seite 6

Weder Gerechtigkeit noch Frieden

Prozesse gegen Paramilitärs in Kolumbien haben begonnen

Werner Hörtner, Bogotá
Der langjährige Chef der kolumbianischen Paramilitärs, Salvatore Mancuso, sagte am Dienstag erstmals vor Gericht aus. In der sorgsam vorbereiteten Verteidigungsrede schilderte der angeklagte Anführer der »Vereinigten Selbstverteidigung Kolumbiens« (AUC) vor dem Gerichtshof von Medellín, wie die Gruppen im nördlichen Kolumbien in enger Zusammenarbeit mit der Armee gegründet wurden. Grund dafür sei die »Schwäche des Staates« gegen die »Übergriffe der Guerillagruppen« gewesen.

Während Mancuso acht Stunden lang die theoretisch-ideologische Grundlage seines Handelns darlegte, demonstrierten vor dem Gebäude Dutzende Angehörige von Opferverbänden und Menschenrechtsorganisationen. Sie beschuldigen Mancuso, in 650 Fällen für die Ermordungen von Zivilisten direkt verantwortlich zu sein. Indirekt wird ihm die Beteiligung an 4600 Verbrechen vorgeworfen.

Mitte Dezember begannen in Kolumbien die Prozesse gegen jene Paramilitärs, die sich dem Amnestiegesetz mit dem Beina...



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