21.12.2006 / Inland / Seite 2

»Sie werden es hier nicht leicht haben«

DGB verkaufte gegen den Willen der Basis 46 Immobilien. Leipziger Initiative will Verantwortliche nicht davonkommen lassen. Ein Gespräch mit Steffen Reißig

Sebastian Wessels
Steffen Reißig ist ver.di-Mitglied und Mitbegründer der Initiative »Stoppt den Verkauf des Volkshauses Leipzig!«

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat am Montag 46 Immobilien der gewerkschaftseigenen Holding BGAG an den US-amerikanischen Finanzinvestor Cerberus verkauft. Wie hat der Vorstand den Verkauf begründet?

Offiziell haben sie sich auf einen Beschluß aus dem Jahr 1990 berufen, der infolge des Korruptionsskandals bei der gewerkschafteigenen Wohnungbaugesellschaft Neue Heimat gefällt wurde. Demnach wollte man sich aus solchen Betrieben und Beteiligungen zurückziehen. Aber dabei sollten Beteiligungen, »die der unmittelbaren Unterstützung der gewerkschaftlichen Arbeit dienen« ausdrücklich ausgenommen sein. Noch im Jahr 2000 wurde beschlossen, die traditionsreichen Gewerkschaftshäuser zu stärken. Der entscheidende Verkaufsgrund war nun aber wohl einfach das Geld auf die Hand.

Sie haben im September eine Initiative gegen den Verkauf des Volkshauses Leip...



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