19.12.2006 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Forcierte Umverteilung

WSI-Verteilungsbericht 2006 bestätigt Grundtendenz der letzten 25 Jahre. Brutto- und Nettolohnquote am Volkseinkommen drastisch gesunken

Hubert Zaremba
Wer aufmerksam die mäßigen Lohntarifabschlüsse verfolgt, den stetigen Schwund von Vollzeitstellen registriert und die staatliche Lohnsenkungspolitik mittels des Wegfalls anteiliger Beitragspunkte auf der Unternehmerseite für die Sozialversicherungssysteme im Blick behält, wird sich nicht wundern: Vom 2005 auf insgesamt 1,675 Billionen Euro gestiegenen Volkseinkommen (2004: 1,65 Billionen) erhalten die lohnabhängig Beschäftigten, Ruheständler und Erwerbslosen anteilig immer weniger. Das »Bruttoarbeitnehmerentgelt« fiel 2005 von rund 1,135 Billionen in 2004 auf ca. 1,129 Billionen zurück.

Im diesjährigen Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der DGB-nahen Hans-Böckler-Stiftung verweist der Autor Claus Schäfer gleich zu Anfang auf die verteilungspolitische Kehrseite: »Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nahmen jedenfalls in 2005 noch einmal kräftig zu um 6,2 Prozent (nach +10,4 Prozent 2004 und +3,4 Prozent 2003) und ...

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