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08.12.2006 / Ausland / Seite 6

Die Hoffnung der Harratine

In Mauretanien durfte erstmals seit Jahrzehnten wieder gewählt werden. Auf den ersten Blick siegte die Opposition gegen die vormalige Militärjunta

Anton Holberg
Erstmals seit Jahrzehnten durfte in Mauretanien wieder einigermaßen »frei und fair« gewählt werden. International weitgehend unbeachtet setzte sich dabei die Opposition durch. Laut des am Mittwoch in der Hauptstadt Nouakchott bekanntgewordenen vorläufigen Endergebnisses der Parlamentswahlen obsiegte das Acht-Parteien-Bündnis »Coalition des Forces de Changement pour la Démocratie«(CFCD) gegen das langjährige Militärregime unter Präsident Maaouiya Ould Taya. Die Koalition eroberte 41 der 95 Sitze in der Nationalversammung. Ihr Erfolg wird auch als Signal gegen anhaltende ethnische und soziale Diskriminierung in dem nordwestafrikanischen Wüstenstaat gewertet.

Trotzdem ist das Ergebnis nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheint. Schließlich verpaßte die CFCD die absolute Mehrheit, so daß die Regierungsbildung kompliziert werden dürfte. Stärkste Kraft innerhalb der CFCD ist mit nunmehr 15 Abgeordneten das Rassemblement des Forces pour la Démocrati...

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