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06.12.2006 / Feuilleton / Seite 12

Splitter im Weltspiegel

Hans Neuenfels inszeniert Mozarts »Die Zauberflöte« an der Komischen Oper Berlin

Peer Schmitt
Wenn man völlig verzweifelt ist: Mozart soll retten. Allen einschlägigen Warnungen zum Trotz. Denn Warnungen gibt es genug: »mozart ist mies, da haben wir es. ich möchte jetzt lieber über mozart schreiben als über die banalität (...) ein liebhaber von mozart ist glaube ich eo ipso ein trottel, jedenfalls kann man das als diskussionsgrundlage nehmen«, (Oswald Wiener, »Die Verbesserung von Mitteleuropa, Roman«).

Trotzdem verlangt die Verzweiflung nach ihrem Recht. Mit das Interessanteste an der »Zauberflöte« ist, daß die Protagonisten des Stückes doch auffallend plötzlich von harmlosen Faxen zu tiefster Verzweiflung übergehen und umgekehrt. Dieses durch und durch theatralische Verhalten sollte weiterhin modellhaft bleiben, schließlich hat man alles andere als »gestandene Persönlichkeiten« nötig. Auf Opernbühnen schon gar nicht.

Immerhin ist »Die Zauberflöte« die Geschichte einer Rettung. Am Ende des Stückes sind die schweren Prüfungen bestanden. Das Paar wird...



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