30.11.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

An den Rand gedrängt

Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember: Dokumentarfilm warnt vor »humanitärer Katastrophe« in der Ukraine. In Osteuropa hinterläßt die HIV-Epidemie tödliche Spuren

Markus Bernhardt
Wie in jedem Jahr werden sich auch am morgigen Welt-AIDS-Tag, der am 1.Dezember begangen wird, wieder Experten aller Couleur die Klinke in die Hand geben und die vom Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag veröffentlichten Zahlen über HIV-Neudiagnosen zu deuten wissen. Insgesamt leben neuesten Erhebungen des Institutes zufolge rund 56000 HIV-Infizierte in der Bundesrepublik Deutschland. Etwa 2700 Menschen haben sich in diesem Jahr neu mit dem tödlichen Virus infiziert. Der beständige Anstieg der Neuinfektionen stellt eine harte Herausforderung an HIV-Schwerpunktärzte, Pflegepersonal und die zumeist ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter der örtlichen AIDS-Hilfen dar. Jedoch sollte darüber hinaus das Leid der Infizierten in anderen Ländern nicht in Vergessenheit geraten.

Während in Deutschland diverse Kampagnenplakate, die sich gegen sexuelles Risikoverhalten richten und für Solidarität mit HIV-Inf...

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