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27.11.2006 / Inland / Seite 2

»Ich unterschrieb nur aufgrund der Drohung«

Ein-Euro-Jobber beklagt Zwangsarbeit und fordert Entschädigung von Hamburger Uni. Ein Gespräch mit Thomas Meese

Sebastian Wessels
Thomas Meese ist 36 Jahre alt und studierter Soziologe. Von August 2005 bis Juni 2006 führte er an der Hamburger Universität im Rahmen einer »Arbeitsgelegenheit« wissenschaftliche Hilfstätigkeiten aus

Sie haben bis Juni 2006 an der Uni Hamburg sogenannte »Arbeitsgelegenheiten« nach dem So­zialgesetzbuch II ausgeübt, also Ein-Euro-Jobs. Jetzt fordern Sie eine Entschädigung wegen Zwangsarbeit. Wie begründen Sie das?

Ich berufe mich auf das Übereinkommen 29 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über Zwangs- und Pflichtarbeit. Der Artikel 2 definiert die Zwangsarbeit als »jegliche Arbeit oder Tätigkeit, die aufgrund eines Drucks und einer Sanktionsandrohung ausgeübt wird«. Die Arbeitsgemeinschaften von Bund und Kommunen verknüpfen ihre Vermittlungsvorschläge bei den Ein-Euro-Jobs ja sofort mit einer Rechtsfolgebelehrung. Wenn man den Job ablehnt, werden die Leistungen gekürzt und können auch vollständig gestrichen werden, sowohl die Mietkosten als...

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