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25.11.2006 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Lobbyisten genehmigen Genweizenanbau

Umweltinstitut München leitet rechtliche Schritte gegen Freisetzungsversuch in Sachsen-Anhalt ein

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat am Donnerstag einen Freisetzungsversuch mit genmanipuliertem Weizen in Gatersleben (Sachsen-Anhalt) genehmigt. Den Antrag für das Experiment hatte das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) gestellt. Die gentechnisch veränderten Weizenpflanzen sind resistent gegen sogenanntes ein Totalherbizid des Bayer-Konzerns und die Antibiotika Ampicillin und Streptomycin. Gegen diesen Versuch hatte das Umweltinstitut München (UIM) dem BVL im September mehr als 30000 Einwendungen überreicht. Es wird nun Dienstaufsichtsbeschwerde gegen zwei Mitarbeiter des BVL einreichen. Das Institut wirft den beiden mit der Entscheidung befaßten Spitzenbeamten Befangenheit vor. Dies ergäbe sich aus deren langjähriger öffentlicher Parteinahme für die Agrogentechnik, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung des Instituts.

So sind der Leiter der Abteilung Gentechnik im BVL, Han...

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