20.11.2006 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Vordenker der modernen Rechten

Zum Tod von Milton Friedman

Herbert Schui
Seinen Studierenden und Mitarbeitern gegenüber war der 1912 geborene Milton Friedman stets herzlich und aufgeschlossen. Er half gerne mit überaus wohlwollenden Gutachten, wenn es um Stipendien ging. Seine Lebensgeschichte mag dies erklären: Nach dem Tod des Vaters mußte er als 15jähriger zunächst seine Familie über Wasser halten, bevor ein staatliches Stipendium ihm ein Studium ermöglichte. Aber damit wurde nicht der helfende und schützende Staat sein Ideal. Mehr geprägt hat ihn offenbar sein persönlicher Aufstieg in der US-amerikanischen Gesellschaft. Er war ebenso wie Friedrich August von Hayek ein militanter Neoliberaler.

Pragmatisch, kämpferisch, oft polemisch hat er sich für die Befreiung der Wirtschaft vom Staat, genauer: von den Fesseln der Demokratie, engagiert. Seine Leute gaben in Chile an der katholischen Universität während der Pinochet-Zeit den Ton an. Sein Basissatz war: Die Privatwirtschaft, ohne schädlichen politischen Einfluß auf sich g...

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