11.11.2006 / Ansichten / Seite 8

Kein kleineres Übel

Zum Ende des Ladenschlusses in Berlin

Daniel Behruzi
Die Berliner Regierungskoalition aus SPD und Linkspartei.PDS beginnt ihre zweite Legislaturperiode so, wie sie die erste aufgehört hat. Mit dem Durchpeitschen des Ladenöffnungsgesetzes im frisch konstituierten Abgeordnetenhaus am späten Donnerstag nachmittag tritt sie die Rechte der rund 60000 Einzelhandelsbeschäftigten und ihrer Fami­lien mit Füßen. Was sind die Floskeln über den besonderen Schutz von Kindern und Jugendlichen wert, die sich auch im aktuellen Koalitionsvertrag wiederfinden, wenn die erste Maßnahme des Senats es Tausenden Müttern und Vätern unmöglich macht, sich mit ihren Sprößlingen zu beschäftigen? Was soll das Gerede von Geschlechtergerechtigkeit und Frauenförderung, wenn viele der Verkäuferinnen, die mehr als 70 Prozent der Einzelhandelsbeschäftigten stellen, ihren Job aufgeben müssen, weil spät abends keine Kita mehr geöffnet hat?

Mit der üblichen Ausrede haushalt...

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