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24.11.1998 / Ausland / Seite 0

Die Verdammten der Nahost-Region

Durchs wilde Kurdistan. Ein historischer Streifzug (II)

Anton Holberg

Bei dem Versuch, die »kurdische Identität« zu objektivieren und damit zu entmystifizieren, stößt man, wie im ersten Teil der Serie ausgeführt, auf Gemeinsames und Trennendes. In Hinblick auf die in dieser Region so wichtige religiöse Zugehörigkeit verlaufen die Grenzen nicht zwischen Kurden und Nicht-Kurden. Fast alle Kurden sind wie die meisten Araber, Türken und iranischen Völker Muslime, überwiegend der sunnitischen Richtung angehörend.

Abgesehen von der schiitisch-mystischen Sekte der Ahl al- Haq gibt es nur eine rein kurdische Religionsgemeinschaft, die der Yezidi, einer synkretistischen Religion, die ihren Ursprung im persischen Zoroastrismus hat. Von großer historischer Bedeutung ist darüber hinaus im türkischen Teil von Kurdistan der Widerspruch zwischen der Mehrheit der sunnitischen Kurden und der Minderheit der alevitischen Kurden.

Aleviten, zu denen auch der keineswegs kurdische syrische Präsident Hafez al-Assad gehört, ist in der Türkei ...

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