03.11.2006 / Inland / Seite 1

Keine Gerechtigkeit für serbische Bombenopfer

Varvarin-Prozeß: Deutschland muß keinen Schadenersatz wegen NATO-Angriff 1999 zahlen

Jürgen Elsässer
Die ganze Republik empört sich, wenn Bundeswehrsoldaten mit alten Knochen spielen. Doch wenn mit deutscher Hilfe Zivilisten totgebombt werden, hat das keine Folgen. Wie die Vorinstanzen wies am Donnerstag auch der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe eine Schadenersatzklage von 35 serbischen Opfern und Hinterbliebenen gegen den Bund ab. In dem Revisionsverfahren ging es um den Luftangriff auf die Brücke von Varvarin vom 30. Mai 1999. Dabei waren zehn Zivilisten getötet und 17 schwer verletzt werden. Historisch bedeutend ist das Verfahren, weil es die erste Klage wegen einer Kriegsbeteiligung der Bundesrepublik ist.

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