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30.10.2006 / Ausland / Seite 7

Schwarzer Freitag

Polizeitruppen nach Oaxaca. Drei Tote bei Angriff von Paramilitärs. Innenminister stellt Ultimatum

Gerold Schmidt (npl), Mexiko-Stadt
Drei Tote und mindestens zwei Dutzend Verletzte – das ist die vorläufige Bilanz nach einem Überfall auf die Stadt Oaxaca im Süden Mexikos am Freitag nachmittag. Nach Berichten aus der seit fünf Monaten besetzten Stadt hatten Paramilitärs und Polizisten Mitglieder der Selbstverwaltung angegriffen. Zwei Mexikaner und ein US-amerikanischer Journalist wurden dabei getötet. Auf Anordnung von Präsident Vicente Fox wurden am Samstag mehrere tausend Bundes- sowie Militärpolizisten entsandt, um vor Ort »Ordnung und Frieden« wiederherzustellen.

Oaxaca wird seit Mai dieses Jahres von der »Volksversammlung der Dörfer von Oaxaca« (APPO) dominiert. Der politische Konflikt mit Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz von der »Partei der Institutionellen Revolution« (PRI), die Mexiko bis 2000 rund 71 Jahre autokratisch beherrscht hatte, begann zunächst mit einem Streik der Lehrergewerkschaft SNTE. Nachdem Ruiz die Polizei gegen die Demonstranten aufmarschieren ließ, eskalierte die Si...

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