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30.10.2006 / Sport / Seite 16

Taube Nüsse aus Sachsen

Wenn tausend Fans »Juden Berlin!« skandieren, ist das normal für die SG Dynamo Dresden

Stefan Otto
Besucherrekord bei Herthas Regionalligamannschaft. Knapp 3 500 Zuschauer wollten am Freitag die Partie gegen Dynamo Dresden sehen, vermeldete der Stadionsprecher im Jahnstadion eine Viertelstunde vor dem Abpfiff. Die meisten kamen aus Sachsen. »Ohne Dresden wär’ hier gar nichts los«, riefen sie. Ein Sprechchor, so abgedroschen wie Frank Zanders Hertha-Hymne.

Nach gespielten 75 Minuten war die Welt noch in Ordnung für die Schwarz-Gelben. Ludwig hatte die Elbstädter in Führung gebracht (49.), und wenn die Dresdner das Ergebnis über die Runden gebracht hätten, wäre der Anschluß an die Tabellenspitze geglückt. Daraus wurde aber nichts. Frahn glich für die Berliner aus (86.).

Fünf Minuten waren also noch zu spielen. Die Herthaner wußten, was auf sie zukommen würde: Schon in der ersten Halbzeit hatten aggressive Dresdner Fans immer wieder »Juden Berlin!« skandiert. Erst auf Verlangen der Polizei hatte der Stadionsprecher zur Mäßigung aufgerufen, woraufhin ...



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