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28.10.2006 / Ausland / Seite 8

»Die EU hat die Kurden im Stich gelassen«

Türkische Menschenrechtsaktivisten bemängeln Passivität der Europäischen Union. Gespräch mit Selahattin Demirtas und Dursun Özdogan

Nick Brauns
* Rechtsanwalt Selahattin Demirtas ist Vorsitzender des Türkischen Menschenrechtsvereins IHD in der kurdischen Metropole Diyarbakir. Anwalt Dursun Özdogan ist Vertreter des Flüchtlingshilfsvereins Göc-Der, der sich um die aus ihren Dörfern vertriebenen kurdischen Binnenflüchtlinge kümmert

Ende März kam es nach einem Guerillabegräbnis in Diyarbakir zu einem Volksaufstand, der sich auf andere Städte ausdehnte. Armee und Polizei schlugen die Proteste blutig nieder. Allein in Diyarbakir wurden zehn Zivilisten erschossen, Hunderte Menschen sind noch inhaftiert. Was bedeuteten diese Ereignisse für die Türkei?

Selahattin Demirtas: Sie waren ein Wendepunkt. Zum einen haben die Kurden ganz klar ihre Sympathie mit der PKK bekundet. Ähnliche Volksaufstände in den 90er Jahren waren nicht so flächendeckend, und die Teilnahme war nicht so groß. Es zeigte sich aber auch eine Wende der türkischen Politik im Bezug auf die mit der PKK sympathisierende kurdische Zivilbevö...

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