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18.10.2006 / Titel / Seite 1

Prag sieht rot

Tschechisches Innenministerium verbietet Kommunistischen Jugendverband, weil er für die Aufhebung des Privateigentums ist. Erste Protestaktionen heute in Athen

Nick Brauns
Trotz weltweiter Proteste hat das tschechische Innenministerium den Kommunistischen Jugendverband der Tschechischen Republik (KSM) verboten. Am Montag erhielt die Leitung der Organisation einen Bescheid des Innenministeriums, in dem dessen endgültige Auflösung verfügt wurde. Als Verbotsgrund wird angeführt, daß der KSM es in seinem Programm als eine Notwendigkeit darstelle, daß das Privateigentum an Produktionsmitteln durch kollektives Eigentum ersetzt wird.

Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte das Innenministe­rium ultimativ mit dem Verbot des Jugendverbandes gedroht, sollte dieser nicht sein Statut und Programm ändern. Damals erklärte das Ministerium die Berufung auf die Theorie des Marxismus-Leninismus für illegal und forderte den Verband auf, einen Absatz seines Programms zu ändern, in dem es heißt: »Der KSM kämpft deshalb für den Sturz des kapitalistischen Systems durch die Masse der Arbeitenden.«

Gegen das drohende Verbot hatten Tausende T...



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