17.10.2006 / Ausland / Seite 7

Schreibende Söldner

Presseskandal im Miami: Journalisten der Zeitung Nuevo Heraldo wurden von US-Regierung jahrelang für antikubanische Propaganda bezahlt

Harald Neuber
Seit vor einem Monat bekannt wurde, daß 49 Journalisten in Miami, Florida, über Jahre hinweg Gelder von der staatlichen Propagandabehörde Office for Cuba Broadcasting (OCB) erhalten haben, jagt ein Skandal den nächsten. Zunächst wurden Mitte September mehrere Journalisten der spanischsprachigen Tageszeitung Nuevo Heraldo entlassen. Anfang dieses Monats haben sie ihre Anstellung wiedererhalten – und der Herausgeber des Blattes, Jesús Díaz Jr., mußte gehen. Was von den rechtsgerichteten Organisationen des kubanischen Exils als Sieg gefeiert wird, belegt wie kaum zuvor, wie sehr die antikubanische Politik Washingtons Rechte und Freiheiten im eigenen Land beschneidet.

Die Traditionszeitung Miami Herald war Mitte August über das US-amerikanische Informationsfreiheitsgesetz an die Namen der verdeckten Propagandisten gelangt – und hatte sich damit den Ärger ins eigene Haus geholt. Neun Redaktionskollegen des spanischsprachigen Ablegers Nuevo Heraldo hatten über J...

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