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17.10.2006 / Thema / Seite 10

Zweite Säule in Vorderasien

Zur Geschichte der Beziehungen zwischen USA und Iran. Vom Sturz Mossadeghs zur »islamischen Revolution« (Teil I)

Knut Mellenthin
Im Januar 1978 weilte US-Präsident James Carter als Staatsgast in Teheran. Wie es die Sitte verlangt, widmete er seinem Gastgeber einen vollmundigen Trinkspruch: »Aufgrund der Größe des Schah ist Iran eine Insel der Stabilität im Mittleren Osten.«

Sehr weitsichtig war das nicht. Anfang September 1978 begannen in Teheran und anderen iranischen Städten Massendemonstrationen gegen das diktatorische, auf die Gewalt der Armee und des gefürchteten Geheimdienstes SAVAK gestützte Regime von Schah Mohammed Reza Pahlevi. Zuerst waren es Hunderttausende, dann im Dezember mehrere Millionen, die in der Hauptstadt auf die Straße gingen. Am 16. Januar 1979, ein Jahr nach Carters Besuch, flüchtete der Schah aus Teheran. Zwei Wochen später kehrte der äußerst populäre, damals schon fast achtzigjährige Ajatollah Khomeini aus dem Pariser Exil zurück. Nach einem Referendum im März 1979 wurde Iran zur »Islamischen Republik« erklärt. Die Herrschaft liegt laut Verfassung in den H...

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