13.10.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

Bodycount für Bush

Wissenschaftler stellen neue Studie vor: Mehr als 650000 Iraker infolge von Krieg und Besatzung gestorben

Rüdiger Göbel und Joachim Guilliard
Im Irak sind nach einer regierungsunabhängigen Untersuchung fast 655000 Menschen durch die Folgen des US-Krieges und der anhaltenden Besatzung ums Leben gekommen. Dies geht aus einer Studie amerikanischer und irakischer Ärzte hervor, die am Donnerstag vom renommierten britischen Medizinjournal The Lancet veröffentlicht wurde. Sie untermauert eine vor zwei Jahren erschienene Einschätzung, wonach es bis zum damaligen Zeitpunkt rund 100000 Menschen infolge der US-Invasion gestorben waren. Seitdem hat sich die Situation im Irak dramatisch verschlechtert. Nur Stunden, nachdem erste Vorabberichte über die neuen Schreckenszahlen veröffentlicht worden waren, bezeichnete US-Präsident George W. Bush sie als »unglaubwürdig«. Auch das Pentagon wies die Angaben umgehend zurück. Es habe »keinesfalls mehr als 50000 Tote« gegeben, betonte der Kommandeur der Besatzungstruppen im Irak, General George Casey.

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Im Gegensatz zu Bushs spontaner Zurückweisung ...

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