10.10.2006 / Thema / Seite 10

»Wir sind keine Schafe«

Die Protestbewegung des mexikanischen Oppositionsführers López Obrador ist sehr auf seine Person zugeschnitten. Demokratische Strukturen angemahnt

Gerold Schmidt
Gut drei Monate sind seit den mexikanischen Präsidentschaftswahlen vom 2. Juli vergangen. Juristisch sind alle Proteste gegen das Wahlergebnis abgeschmettert worden. Es kam, wie es letztendlich erwartet worden war. Das mexikanische Bundeswahlgericht erklärte den konservativen Kandidaten Felipe Calderón trotz aller Ungereimtheiten und Manipulationsvorwürfe Anfang September zum gewählten Präsidenten des Landes. Die politische Courage oder den Willen, mit einer Annullierung des Urnengangs vom 2. Juli einen Präzedenzfall zu schaffen oder mit der Anordnung einer kompletten Nachzählung aller Stimmen für mehr Klarheit zu sorgen, brachten die Richter nicht auf. Nach Kleinstkorrekturen lautet das Ergebnis: 35,71 Prozent für Calderón von der regierenden Partei der Nationalen Aktion (PAN) und 35,15 Prozent für seinen mit einem sozialdemokratischen Programm angetretenen Konkurrenten Andrés Manuel López Obrador, kurz AMLO, von der Partei der Demokratischen Revolution ...

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