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27.09.2006 / Ausland / Seite 6

Einsam auf Wacht

Deutsche Truppen in Afrika wurden von ihrem Minister moralisch aufgerüstet

Gerd Schumann
Zum Abschluß seiner Drei-Stationen-Afrika-Reise stand am Dienstag gegen Abend eine Begegnung mit Joseph Kabila und Jean-Pierre Bemba auf dem Programm. Doch noch bevor Dr. Franz Josef Jung die beiden verfeindeten, hochgerüsteten Kontrahenten im Stichwahlkampf um die kongolesische Präsidentschaft traf, betätigte er sich als Hellseher. »Plangemäß« werde das Bundeswehrkontingent in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) seinen Einsatz nach vier Monaten beenden. Das wäre am 30. November.

Weihnacht in der Heimat also, versprochen vom deutschen Verteidigungsminister am Dienstag vormittag in Gabun. Dort und in der DRK hatte sich Jung einen »Eindruck von der Auftragserfüllung der deutschen Soldaten« (Presseerklärung Bundesverteidigungsministerium) gemacht – jenen insgesamt knapp 750 uniformierten Männern und Frauen, die im Rahmen der unter deutschem Kommando stehenden »Mission EUFOR« über den Wahlprozeß im drittgrößten Flächenstaat Afrikas wachen. 386 in der gabun...

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