Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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23.09.2006 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Der Papst als Bürger

Der Schwarze Kanal

Werner Pirker
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schlägt Alarm: »Unsere Freiheit ist bedroht«, beginnt ein Kommentar im Feuilleton ihrer Ausgabe vom 16. September zur muslimischen Kritik an den Papst-Äußerungen über den Islam. Darin entdeckt Christian Geyer den Christus-Stellvertreter aus Bayern in einer Rolle, die ihn nicht nur als Oberhaupt der weltgrößten Religionsgemeinschaft erscheinen läßt, sondern auch als die höchste Autorität der weltlichen Wertegemeinschaft des Westens. »Die scharfmacherischen Töne, die jetzt aus der islamischen Welt erklingen«, schreibt Geyer, »machen spätestens jetzt eines ganz klar: daß der Papst in Regensburg nicht als Anwalt irgendwelcher partikularer kirchlicher Sonderinteressen auftrat, sondern als Anwalt der säkularen westlichen Welt«. Das müßte Joseph Ratzinger eigentlich als eine eher peinliche Lobhudelei empfinden. Bannerträger der aufgeklärten, säkularen Gesellschaft zu sein, kann wohl kaum im Sinn seiner geistlichen Berufung lieg...

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