21.09.2006 / Thema / Seite 10

Restauration 2006

DDR-Politik bietet Alternativen zu einer an Fahrt gewinnenden Installation altbackener Werte

Klaus Höpcke
Die Angriffe auf Handke, Tübke, Kisch, Grass, die Breker-Huldigung in Schwerin, der Abbruch des Marx-Reliefs vom Leipziger Universitätsgebäude, der Beschluß des Stadtrats von Greiz, am Eingang des Parks der Stadt ein Mahnmal zur Erinnerung an sowjetische und polnische Opfer der Zwangsarbeit und an die Befreiung vom Faschismus abzureißen, der angedrohte Geldentzug für das Neubrandenburger Brigitte-Reimann-Haus, das Überschütten eines Stasi-Films mit Preisen, die Weigerung der Deutschen Bahn, eine Wanderausstellung über Deportationen auf deutschen Bahnhöfen zeigen zu lassen, die Mißachtung des Buchenwald-Gedenkens beim Weimarer Kunstfest durch den Regierungsredner, der bundestagspräsidiale Traum vom Ende der Glaubensfreiheit, das Verlangen der »Arbeitgeber«verbände, die betriebliche Mitbestimmung der Belegschaften zu (er-)drosseln: ein gefährliches Netz wird in unserem Land zusammengezogen.

Frühling und Sommer gestalteten sich – politisch gesehen – im Jahre ...

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